Spiegelbild

Perspektivwechsel

Wenn Dinge nicht so laufen, wie du sie dir vorstellst, dann kann das daran liegen, dass sie wirklich nicht so laufen, wie sie laufen sollten. Es kann aber auch sein, dass ein Perspektivwechsel dir zeigt, dass deine Sicht eine falsche ist. Wir denken oft in menschlichen Kategorien. Wenn Gott Dinge so tut, wie wir sie uns wünschen, wie wir sie wollen, wie wir sie erwarten, dann ist alles in Ordnung. Wenn Gott aber anders antwortet, als wir es erwarten, dann geraten wir innerlich in Panik.

Blickrichtung

Die Gedanken rasen schnell von einem Extrem ins nächste, von „Gott liebt mich nicht mehr“, bis hin zum „Ich bin halt doch zu sündig“. Jesus lädt uns zu einem Perspektivwechsel ein. So schwer es manchmal ist, so gut tut es, wenn wir versuchen, die Welt mit Jesus Augen zu sehen – voller Liebe und Zuneigung, aber mit einer größeren Weitsicht, als wir sie sonst haben.

Das tut uns gut, denn wir sehen dann nicht nur unser kleines ICH und unsere Situation. Jesus ermutigt uns, unseren Blick nicht auf uns selbst, sondern in zwei andere Richtungen zu lenken: einmal aufeinander, indem wir einander als Brüder und Schwestern begegnen und einander dienend gegenüber stehen und zweitens gen Himmel, zum Vater, und zum einzigen Lehrmeister, Christus.

„Rede ich damit etwa nur aus menschlicher Sicht? Sagt nicht das Gesetz genau dasselbe?“(1. Korinther 9, 8 BB), fragt Paulus und fordert uns auf, Gottes Perspektive einzunehmen und nicht die eigene, menschliche.

Eine kleine Geschichte

Ich habe gerade eine kleine Geschichte geschickt bekommen, die die Folgen eines solchen Perspektivwechsels mehr als gut verdeutlicht:

Eine junge Frau eilte eines Tages in die Apotheke, um Medikamente zu besorgen. Als sie zu ihrem Auto zurückkehrte, stellte sie fest, dass sie in ihrer Eile ihre Schlüssel im Auto eingeschlossen hatte. Die Frau fand einen alten, rostigen Kleiderbügel, der auf dem Boden lag. Sie schaute ihn an und sagte: „Ich weiß nicht, wie man den benutzt.“

Sie senkte den Kopf und sprach ein kleines Gebet, in dem sie Gott bat, ihr Hilfe zu schicken. In diesem Moment hielt ein altes, ramponiertes Motorrad an, das von einem bärtigen Mann gefahren wurde, der ein altes Biker-Totenkopf-Tuch trug. Er stieg von seinem Motorrad ab und fragte, ob er helfen könne.

Sie sagte: „Ja, meine Tochter ist krank. Ich habe meine Schlüssel in meinem Auto eingeschlossen. Ich muss nach Hause. Können Sie bitte diesen Bügel benutzen, um mein Auto aufzuschließen?“ Er sagte: „Sicher.“ Er ging zum Auto hinüber, und in weniger als einer Minute war die Autotür offen.

Sie umarmte den Mann und sagte unter Tränen leise, „Danke, Gott, dass du mir einen so netten Mann geschickt hast.“ Der Mann hörte ihr kleines Gebet und antwortete: „Lady, ich bin kein netter Mann. Ich bin erst gestern aus dem Gefängnis gekommen. Ich war wegen Autodiebstahls im Gefängnis.“

Die Frau umarmte den Mann erneut und schluchzte: „Oh, ich danke dir, Gott! Du hast mir sogar einen Profi geschickt.“

Ist Gott nicht großartig? Es mag sein, dass er anders antwortet, als wir es erwartet. Aber er ist da und liebt. Er hört, er antwortet und er kümmert sich!

Sei gesegnet!

„Gott hat nie versprochen, uns Kämpfe zu ersparen. Er hat jedoch versprochen, uns zu helfen, sie aus einer anderen Perspektive zu sehen“ (Max Lucado).

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Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de