Die Sonne strahlt durch die Wolken

Leben in Ordnung bringen

Wenn es um den Glauben geht, dann reihen sich eine ganze Menge Mythen aneinander. Eine sagt: „Du musst erst dein Leben in Ordnung bringen, bevor du dich Gott nähern kannst!“ Und wenn das nicht geht, dann musst du wenigstens deine Mühe beweisen, indem du ein bisschen anfängst, dein Leben in Ordnung zu bringen. Also fang erst mal an, mit dir selbst ins Reine zu kommen.

Das ist ungefähr so, als würde ich schnell noch meine Zähne putzen, bevor ich zum Zahnarzt gehe, damit mit meinen Zähnen dort alles in Ordnung ist. Oder ich würde – wie meine amerikanischen Freunde – das Geschirr erst einmal abspülen, bevor ich es in die Spülmaschine packe.

Tür und Schlüssel

Das macht eigentlich wenig Sinn. Die Wahrheit ist, dass Gott nicht von uns erwartet, dass wir unser Leben in Ordnung bringen müssen, bevor wir zu ihm kommen, das können wir auch gar nicht. Der Tod und die Auferstehung von Jesus sind Tür und Schlüssel zugleich.

Natürlich stört er sich daran, dass unsere Leben nicht in Ordnung sind. Natürlich leidet er darunter, wenn Dinge bei uns schieflaufen, wir scheitern, wir verletzt wurden, wir selbst Schuld angehäuft haben und mit unserem Leben in die falsche Richtung gelaufen sind.

Aber genau deswegen ist Jesus auf die Erde gekommen. Er breitet seine Hände aus und lädt ein: „Komm zu mir, so wie du bist! Komm zu mir, denn ich liebe dich bedingungslos!“

Die Bibel sagt in Psalm 57, 4 (NLB): „Er wird Hilfe vom Himmel schicken und mich retten!“ Wer würde ein Rettungsboot schicken, wenn die Menschen, die gerade am Ertrinken sind, sich selbst schon gerettet haben?

Komm wie du bist

An Ostern zeigt uns Gott sein wahres Wesen. Die Bibel sagt, er liebt nicht nur, er ist die Liebe selbst. Deshalb reicht Gott uns die Hände. Wir können all unser Versagen, all unsere Wunden, all unser Scheitern und unsere Schuld bei ihm ablegen und vor allem auch dort lassen.

Vielleicht weißt du das alles schon lange. Vielleicht ist diese Botschaft nichts Neues für dich. Aber rechts und links neben dir gibt es Menschen, die denken, sie wären zu schlecht für Gott, Gott würde und könne sie nicht lieben, weil sie ihr Leben so verpfuscht haben.

Ostern ist nicht nur eine Zeit, an der wir erinnert werden, was Jesus für uns getan hat, sondern auch eine Zeit, in der wir an die Menschen um uns herum denken sollten, die diese Botschaft nicht kennen. Du weißt, dass Gott uns Menschen bedingungslos liebt und, dass jeder zu ihm kommen kann, so wie er ist.

Die gute Botschaft

Bete für die Menschen, die Gott nicht kennen. Hilf mit, dass sich die gute Botschaft der Liebe Gottes weiter verbreitet wird und lade deine Nachbarn vielleicht zu einem Ostergottesdienst ein. Viele Kirchen und Gemeinden haben spezielle Gottesdienste, die für Gäste besonders ansprechend sind.

Es ist manchmal so einfach und kann einen großen Unterschied für die Ewigkeit machen.

Nachdenken

Denke einmal über die folgenden Punkte nach (und sprich vielleicht mit Geschwistern darüber, zum Beispiel in deiner Kleingruppe):

Von welchen Verfehlungen aus deiner Vergangenheit kannst du nur schwer glauben, dass Gott vergeben kann?
Wen könntest du zum Ostergottesdienst einladen, damit er oder sie die Gute Nachricht von Gottes Liebe und Gnade hören kann?
Warum glaubst du, dass Menschen das Gefühl haben, sie müssten ihr Leben oder ihr Äußeres in Ordnung bringen, bevor sie überhaupt durch die Türen einer Kirche gehen?

Sei gesegnet!

„Unser Leben darf einladenden Charakter haben, weil die Freude der Freigesprochenen in unser Herz gekommen ist“ (Paul Deitenbeck)

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten – https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de