Finger berühren sich

Was ist gut und was ist böse?

Wie wir dies einschätzen, das hängt in unserem Alltag von sehr vielen Faktoren ab: von unserer Prägung, von unserer Einstellung, von unseren Gefühlen, von den Informationen, die wir empfangen. Oft sortieren wir gar nicht erst, sondern lassen uns von unserem inneren Gefühl leiten. Dann geht die Schublade auf, die Sache hineingestopft und Schublade wieder zu. Die Wahrheit ist aber, dass es eine höhere Instanz gibt, die entscheidet, was wirklich gut und was böse ist – und das ist Gott! Wie oft musste ich mir in meinem Leben eingestehen, dass ich ein Urteil gefällt hatte, das ich dann wieder revidieren musste, weil meine Informationen falsch waren oder mein Gefühl mich fehlgeleitet hat.

Unterscheidung

Allein der Stolz verhindert dann oft, dass ich meine Korrektur dann auch öffentlich mache. Die Bibel sagt, dass man seine geistigen Sinne schulen kann: „Nur wer seine Urteilsfähigkeit geschult hat, der kann zwischen Gut und Böse unterscheiden“, schreibt Paulus (Hebräer 5, 14 HfA).

Was bedeutet das? Ein reifer Christ hat gelernt, die Stimme Gottes von der eigenen Stimme und der Stimme des Feindes zu unterscheiden. Meine Gefühle mögen in eine ganz andere Richtung zeigen, aber sie sind kein Maß dafür, was gut und was böse ist. Und selbst mein Verstand kann zu einem Ergebnis kommen, das falsch sein kann, wenn es Gottes Wort widerspricht.

Geistlich reife Menschen

Geistlich reife Menschen sind eine enorm wichtige Stütze für unsere Gesellschaft und auch für eine Gemeinde. Schlag einfach mal drei verschiedene Zeitungen auf und such einen Artikel zu ein und demselben Thema. Im Zweifelsfall erhältst du drei verschiedene Antworten und drei verschiedene Meinungen.

Da ist es gut, Menschen um sich herum zu haben, die so fest im Glauben stehen, dass sie unterscheiden können zwischen dem, was Gott sagt und dem, was die Welt sagt. Paulus nennt dies die „Unterscheidung der Geister“, die es sowohl als übernatürliche Gabe gibt, als auch antrainiert werden kann (Hebräer 5,11f.).

Das Maß

Beides, das Beschenkt-sein mit der Gabe, wie auch das Antrainieren macht deutlich: Die Unterscheidungsfähigkeit von Gut und Böse ist nichts Selbstverständliches! Paulus beklagt sich bei den Hebräern, dass sie immer noch geistliche Babys sind, die eben nicht gereift, geistlich gewachsen sind, sondern leicht auf jede Irrlehre, jede Manipulation, jede Meinung hereinfallen.

Manchmal ist es so schön einfach, wenn andere uns vorkauen, was wir zu denken, zu glauben und zu tun haben. Wir lassen uns gerne, wie Babys, mit Milch füttern. Die Bibel aber fordert uns auf, erwachsen zu werden. Denn das ist wichtig. Zu viele Menschen lassen sich zu leicht manipulieren und glauben alles Mögliche, was man ihnen vorgaukelt.

Das Maß ist und bleibt Gott – und es ist gut darin zu reifen, zu erkennen, was im Leben gut ist und was böse! Es ist wichtig, Verantwortung zu übernehmen, anstatt sich wie ein kleines Baby bemuttern zu lassen. Gut oder böse – hast du gelernt zu unterscheiden?

Sei gesegnet!

„Die Macht der Bösen lebt von der Feigheit der Guten“ (Johannes Don Bosco).

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Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de