Mann steht an der Klagemauer

König David

König David hat viel erreicht in seinem Leben. Er war der jüngste von 7 Brüdern und damit in der Familie wenig wert. Aber Gott hatte große Pläne mit ihm. Durch einen Propheten ließ Gott der Familie mitteilen, dass David auserwählt war, der neue König, der Nachfolger des abtrünnigen König Sauls zu werden. Aber es sollte viele Jahre lang nach dieser Prophetie erst einmal nichts geschehen.

David besiegte mit List einen riesigen Kämpfer mit Namen Goliath, der die ganze Existenz seines Volkes bedrohte und rettete somit das Land. Aber immer noch wurde er kein König. Erst viele Jahre später war es so weit. David wurde zum König gekrönt. Seine Demut und seine Treue hatten sich endlich gelohnt. Er wurde zum absoluten Vorzeige-König, und das, obwohl er auch seine Fehler hatte.

Wem willst du gefallen?

Nicht nur das. Er entschied sich immer wieder gegen den Willen Gottes und fiel deswegen immer wieder auch böse auf die Nase. Aber er hielt fest an Gott und wann immer er strauchelte, wusste er sofort, wo sein Platz war.

Was mich an diesem Mann, der einer meiner absoluten Lieblingshelden der Bibel ist, noch fasziniert, ist, dass er sein Leben und seine Beziehung zu Gott in Liedern festgehalten hat.

In einem davon heißt es: „Ein Tag im Vorhof deines Tempels zählt mehr als sonst tausend. Lieber an der Tür deines Hauses stehen als bei Menschen wohnen, die dich missachten“ (Psalm 84, 11 GNB).

David hat vieles erreicht. Seine Karriere war steil, sein Fallen oft tief. Er wurde geliebt, und wurde gehasst, er fuhr riesige Siege ein, wenn er auf Gott hörte und scheiterte kläglich, wenn er seinen eigenen Willen durchsetzte.

Das wichtigste im Leben

Er hatte viele Feinde, aber eben auch viele Menschen, die als Freund eng an seiner Seite standen. Aber all das war David absolut zweitrangig. Ihm war die Gemeinschaft mit seinem Gott das absolut wichtigste im Leben. Warum? Weil er wusste, dass Gott ihm geben konnte, was kein Mensch ihm geben konnte:

Sinn im Leben, wahre Durchbrüche und ihre Siege – und eine Ewigkeitsperspektive. Menschen kommen und gehen. Menschen stehen heute an deiner Seite und verlassen dich morgen. Aber Gott bleibt derselbe. Er enttäuscht nie und hält sein Wort.

Deshalb sagt David: Selbst, wenn er nur bis zum Vorhof des Tempels kommt, also gar nicht so richtig nah an Gott heran, zählt das für ihn mehr als Tausend Tage mit Menschen zusammen zu sein, die einem vielleicht ein gutes Gefühl geben, einen feiern, einen bewundern oder zumindest Respekt zollen. Warum? Weil Menschen eben nur Menschen sind, aber Gott ist Gott.

Gott oder dem Menschen – Wem möchte ich gefallen?

Mir ist bei diesen Worten eines klargeworden: Ich muss mich entscheiden, wem ich in meinem Leben gefallen möchte, Gott oder den Menschen. Ich habe zu lange und zu viel in meinem Leben versucht, Anerkennung von anderen zu bekommen, akzeptiert zu werden, angenommen zu werden.

Niemand ist gerne der, der vor der Tür steht, der bei Spielen als Letztes gewählt wird, der nicht zum Geburtstag eingeladen wird. Also habe ich mich verbogen, um anderen zu gefallen. Zwei Probleme tun sich auf: Wenn du versuchst so zu leben, dass du anderen gefällst, dann wird dich das innerlich zerreißen, denn von den einen denkst du, dass sie dies von dir erwarten, von den anderen jenes.

Du wirst nie du selbst sein und damit unauthentisch. Du wirst dich immer anstrengen, aber nie das Gefühl haben, wirklich erfüllt oder glücklich zu sein, denn du musst immer aufpassen, dass du nichts falsch machst, denn dann – so deine Angst – wirst du in der Gunst der Menschen sinken.

Gott verleugnen

Das Zweite ist viel enormer: Du wirst Gott in deinem Leben anfangen zu verleugnen. Was, wenn deine Freunde den anderen Weg wählen? Wenn du mitgehst, dann schmeißt du Gott quasi vor die Tür.

Dann ist das Gejammer groß, wenn eines Tages dein riesiger Feind, dein Goliath anklopft, sei es, weil deine Gesundheit streikt, finanziell ein Desaster droht, die Probleme immer mächtiger werden oder die Angst.

Und dann? Dann stehst du allein da auf weiter Flur. Dann ist niemand da, der dir die Hand reicht, denn er, der es könnte und es auch wollte, den hast du vor die Tür gesetzt.

Deswegen frage ich heute dich ganz persönlich: Wem willst du in deinem Leben gefallen? Den Menschen oder Gott?

Sei gesegnet!

Jürgen Ferrary für GottinBerlin

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