Lichtstrahlen

Dankbar sein

Wir leben – wieder einmal – in Tagen, die einem wirklich Angst machen können. Wenn ich mir die weltpolitische Lage anschaue, dann kann ich jeden Tag dankbar dafür sein, morgens gesund aufzuwachen und einen Tag im Frieden leben zu dürfen. Und jeden Abend, den ich ins Bett gehe, kann ich dankbar dafür sein, dass ich den Tag unbeschadet überstanden habe.
Vielleicht sollten wir das auch sein, dankbarer.

Angst und Furcht

Manchmal fühlt man sich, wie gelähmt. Ja, man kann demonstrieren, für oder gegen etwas. Man kann seine Meinung sagen, aber dann kommt ein Angriff aus einer ganz anderen Ecke. Und auf vieles habe ich keinen Einfluss.

Ich kann der Welt zeigen, was ich von Krieg halte, dass ich fest dagegen stehe, dass ein Land einfach so ein anderes überfallen darf, aber beenden werde ich den Konflikt damit nicht. Ich kann (und sollte) aufstehen gegen Antisemitismus, verändern werde ich die Köpfe der Antisemiten eher nicht.

Was wird die Zukunft bringen? Wird es auch bei uns wieder Terroranschläge geben? Wird Deutschland irgendwann wieder Teil eines weltweiten Krieges sein? Werde ich es miterleben, dass das Klima kollabiert und die Erde in weiten Teilen unbewohnbar wird?

So vieles kann einem Angst machen. Aber Angst ist genau das, was das Böse in der Welt nutzt, um uns klein zuhalten. Angst ist genau das, was uns die Freude zum Leben raubt, die Kraft, Dinge zu verändern und der Welt Hoffnung zu schenken.

Angst blockiert und lähmt. Sie setzt sich schnell im Kopf fest und ist schwer wieder loszuwerden. Angst ist eine Falle, in der wir schnell tappen. Sie ist die große Schwester der Furcht. Wenn wir uns vor etwas fürchten, dann passiert es schnell, dass daraus eine Angst wird, die sich in unserem Kopf festsetzt.

Leben genießen

Ja, auch ich habe Sorge vor dem, was vor meiner Haustür aber auch, was weltweit geschieht. Aber noch lebe ich. Noch habe ich die Chance, mein Leben zu genießen und mein Umfeld positiv zu verändern. Als Jugendlicher hatte ich schon einmal Angst vor dem, was die große Politik so tat.

Ich demonstrierte gegen die Stationierung von Atomraketen in unserem Land. Seine Meinung kundzutun ist gut und richtig. Aber bewegt habe ich damals wenig. Ich hatte ja damals selbst keine Hoffnung.

Heute sage ich immer noch meine Meinung (manchen Leuten sogar zu viel). Aber heute nutze ich meinen Tag für zwei Dinge: Ich versuche in meine Bestimmung zu wachsen, die Gott für mich hat, und ich genieße das Leben, das Gott mir schenkt.

Das kann ich, weil ich mir immer wieder sage, dass Gott auf meiner Seite ist. Selbst, wenn mein letztes Stündlein geschlagen hat, wird er mich nicht verlassen. Er wird „auf der anderen Seite“ auf mich warten. Er hat es versprochen.

Angst in ihre Schranken weisen

Wenn du merkst, dass die Angst Macht über dich bekommt, dann sage der Angst sehr deutlich, dass Gott der Sieger ist – und dein Herr. In Psalm 27, 1-3 (NLB) heißt es: „Der HERR ist mein Licht und mein Heil – vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR beschützt mich vor Gefahr – vor wem sollte ich erschrecken? Wenn böse Menschen kommen, um mich zu vernichten, wenn meine Feinde und Verfolger mich angreifen, dann werden sie stolpern und stürzen. Ein mächtiges Heer umzingelt mich, dennoch fürchte ich mich nicht. Auch wenn sie mich angreifen, bleibe ich voller Zuversicht.“

Das ist meine Zuversicht gegen die Angst. Das ist meine Hoffnung, meine Kraftquelle. Wenn die Angst mich befällt, dann antworte ich meinen Gedanken: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Vor wem sollte ich mich fürchten?“

Wenn ich mich auf Gott verlasse, dann schenkt er mir Kraft und Freude, Zuversicht und Hoffnung – auch Mut zu haben, aufzustehen und die Welt zu verändern.

Hab keine Angst und sei gesegnet!

„Mut ist Angst, die gebetet hat“ (Corrie ten Boom).

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de

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