Adventskalender

Spannung

Seit Tagen sind meine Kinder aufgeregt, denn heute endlich dürfen sie das erste Türchen ihres Adventskalenders öffnen. Ich freue mich darüber, dass die Kinder noch so voller Spannung sind, denn leider verlieren wir Erwachsenen diese Aufregung leider irgendwann. Die Adventszeit wird schnell zu einer Zeit des Stresses. Wir müssen dies noch erledigen vor Weihnachten und jenes besorgen, hier organisieren und dort Termine schieben. Für Kinder spielt das keine Rolle. Sie genießen einfach auf das, was kommt und sind aufgeregt.

Musik

Bei uns läuft oft ein Radiosender aus Florida. Und dort ist es Tradition, das Programm mit Thanksgiving von „normaler“ Musik auf Weihnachten zu wechseln. Mir hilft das jedes Jahr, „in Stimmung“ zu kommen. Eines meiner Lieblingslieder zu Weihnachten ist „O Holy Night„, wobei ich zugeben muss, dass ich die englische Version vom Text her schöner finde, als die deutsche.

Dort heißt es an einer Stelle: „A thrill of hope; the weary world rejoices, for yonder breaks a new and glorious morn.“ (Ein Rausch der Hoffnung; die müde Welt freut sich, denn dort bricht ein neuer und herrlicher Morgen an).

Weihnachten – ein Fest der Hoffnung

Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung, ein Rausch der Hoffnung, weil Gott in das Dunkel der Welt seinen Sohn als Licht gesandt hat. Paulus schreibt: „Deshalb wünsche ich für euch alle, dass Gott, der diese Hoffnung schenkt, euch in eurem Glauben mit großer Freude und vollkommenem Frieden erfüllt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes wachse“ (Römer 15, 13 HfA).

Warum freuen wir uns eigentlich so wenig auf Weihnachten? Dass Menschen, die Jesus nicht kennen, sich vielleicht „nur“ auf die Familie freuen, die Atmosphäre, das gute Essen, das kann ich verstehen, aber wenn wir wissen, dass Weihnachten eben mehr ist als Gänsebraten und Tannenduft, dann müssten wir doch auch voller Hoffnung sein, voller Freude, voller Frieden.

Leben um 180° wenden

Leider scheint es so, dass genau diese Geschenke von Gott bei all dem, was wir an Aktivität haben, zu kurz kommt. Ist Weihnachten für uns eigentlich noch ein aufregendes Fest? Haben wir eigentlich noch Hoffnung? Hoffnung darauf, dass Gott in unser Leben eingreift? Dass er uns aus Löchern herausholt, Probleme meistert, heilt, Leben um 180 Grad wenden kann?

Wenn Gott seinen Sohn vor fast 2000 Jahren auf diese Erde sandte, um einen radikalen Neuanfang zu schenken, Vergebung und Versöhnung, dann wäre er nicht Gott, wenn dies heute nicht mehr gelten würde. Also lautet meine Frage: Haben wir uns mit unserem Leben abgegeben oder haben wir Hoffnung, weil wir wissen, dass das kleine Baby, auf das wir im Advent warten, ein „Gamechanger“ ist?

Hoffnung

Vielleicht ist Hoffnung nicht das, was dein Leben im Moment bestimmt. Vielleicht sind Sorgen und Probleme, Krankheit und Leid wirklich groß. Dann gilt dir erst recht, was uns allen gilt: Hoffnung ist da! Und ich wünsche dir auch, dass Gott, der diese Hoffnung schenkt, dich in deinem Glauben mit großer Freude und vollkommenem Frieden erfüllt, damit deine Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes wachse.

Im Advent warten wir auf die Ankunft von Jesus – für die Kinder wahrhaft wie ein Rausch. Vielleicht sollten wir uns von dieser Weihnachtsfreude, von dieser Erwartung wieder anstecken lassen.

Ich wünsche dir eine hoffnungsvolle Adventszeit!

Sei gesegnet!

„Advent heißt: Aus Heidenangst wird Christusfreude“ (Peter Hahne).

 

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Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de