Frauen stehen ihm Gebetskreis

Wellenbrecher

Als wir das letzte Mal unsere Freunde in Florida besucht haben, besuchten wir an einem Tag den Atlantik. Hohe Wellen peitschten das Meer. Auf ihnen tummelten sich eine ganze Reihe Surfer, die immer wieder versuchten, die perfekte Welle zu reiten. Es war faszinierend, ihnen zuzuschauen. Wir gingen ein Stück weiter, und plötzlich war das Meer so still, dass wir an einem malerischen Sandstrand baden gehen konnten. Nichts war mehr zu sehen oder zu spüren von den Gewalten der Wellen. Alles war ruhig.

Das lag daran, dass zwischen dem Strand mit den Surfern und dem Strand, an dem wir waren, ein großer Wellenbrecher lag. Keine Welle hatte eine Chance, in die kleine, romantische Bucht einzudringen. Als Christen können wir solche Wellenbrecher für andere Menschen sein.

Für andere Menschen beten

Die Bibel fordert uns auf, dass wir für andere beten sollten. Wenn wir das tun, dann geschehen zwei Dinge. Zum einen ermutigen wir den Menschen, wenn wir sagen: „Ich bete für dich!“ Deswegen ist es gut, es nicht nur zu tun, sondern es den anderen auch wissen zu lassen.

Sprich ihn an, schreibe ihm eine Nachricht oder telefoniere mit ihm (oder ihr), dann merken die Menschen, sie kämpfen ihren Kampf nicht alleine.

Etwas Zweites aber geschieht, wenn wir beten: Wir setzen die Kraft Gottes frei. Wenn wir mit Gott sprechen, dann sind wir nicht kleine, kraftlose Zwerge in einem Hinterzimmer, sondern dann kämpfen wir einen Kampf für die Menschen, für die wir beten – und zwar an vorderster Front.

Sei ein Wellenbrecher

Wir sind wie Wellenbrecher, die das Meer beruhigen. In Jakobus 5, 16 (BB) heißt es: „Das Gebet eines Menschen, der nach dem Willen Gottes lebt, hat große Kraft und bewirkt viel.“ Ich habe einmal einen Satz dazu gelesen, von dem ich gar nicht mehr weiß, wer ihn schrieb, der sich aber bei mir ins Herz eingebrannt hat.

Sinngemäß hieß es, dass wir in der Gemeinschaft mit Gott wachsen und es dadurch leichter, selbstverständlicher und sogar mitreißend wird, für andere zu beten. Lass dir das einmal auf der Zunge zergehen. Wenn du betest, bist du ein Wellenbrecher, ein Bollwerk, das sich gegen das Böse, gegen Probleme, gegen Sorgen und Nöte der anderen stellt.

Und schnell wird klar, hier geht es auf einmal nicht mehr um eine 10-Sekunden-Phrase, wenn du ganz vorne für andere Menschen kämpfen möchtest, dann hast du alle Hände voll zu tun. Du kannst mit deinen engsten und liebsten Menschen anfangen, deiner Familie, deinen Freunden.

Mache den Kreis größer

Wenn du nicht weißt, was sie brauchen, dann bete, dass sie spüren, dass Gott sie begleitet. Bete für die, die Jesus noch nicht kennen, dass sie sie erleben. Die Menschen, mit denen du am engsten bist, werden die Menschen für dich sein, wo es dir am leichtesten fallen wird, für sie zu beten.

Mache dann den Kreis größer. Bete für Bekannte, deinen Chef, deine Nachbarn. Manchmal reicht es, wenn wir Gott bitten, dass er anderen Menschen Weisheit schenkt oder Trost und Kraft. Wenn du dann noch Zeit und Kraft hast, dann mache den Kreis noch größer.

Bete für die Menschen, die du ab und an siehst, die Kassiererin im Supermarkt oder den Postboten. Bete für unsere Regierung und deinen Arzt.

Nimm dir Zeit zum Beten

Du siehst, die Liste ist lang. Ich kenne Menschen, die sich Zeit nehmen, ruhig werden und dann schauen, wen Gott ihnen aufs Herz legt, um für sie zu beten. Andere haben Namen aufgeschrieben, für die sie beten wollen, wieder andere strukturieren ihre Woche und beten an jedem Tag für eine andere Gruppe.

Egal, wie du es tust, mach es. Sei ein Wellenbrecher. Gott hat versprochen, dass er uns hört und dass er auf unsere Gebete reagieren wird. Nehmen wir ihn beim Wort!

Sei gesegnet!

„Beim Gebet handelt es sich nicht um die letzte Verteidigungslinie, sondern um die vorderste Angriffslinie“ (Craig Groeschel)

Jürgen Ferrary für GottinBerlin

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