Figuren

Durchbrüche und Siege

In den letzte zwei Tagen habe ich aufgezeigt, wie wichtig es für uns ist, dass wir Schuld in unserem Leben erkennen und bekennen. Denn nur so werden wir frei. Nur so werden wir Durchbrüche erleben und Siege einfahren. Gott selbst hilft uns dabei, denn sein Geist bringt Schuld, auch die, die wir gut versteckt haben, ans Licht. Wenn wir sie erkannt haben und ans Kreuz bringen, dann befreit uns Gott nicht nur davon, er will auch unser Herz heilen, uns verändern, Jesus ähnlicher machen.

Geheimnis

Und genau das ist das Geheimnis für ein Leben, dass du wirklich genießen kannst. Es sind nicht die äußeren Umstände, die dich glücklich machen. Es ist dein Herz und deine Beziehung zu Gott. Er hat versprochen, dass er dir alles gibt, was du dafür brauchst.

In der Theorie klingt das alles so schön und so einfach. Aber in der Realität scheitern wir dann doch oft wieder. Nun, der Sieg, so habe ich es einmal in einem Artikel gelesen, liegt irgendwo zwischen dem, was wir wissen und dem, was wir tun.

Sei ein Täter, nicht nur ein Zuhörer

Manchmal sind wir ein Stück stolz auf das, was wir vom Glauben wissen. Wir kennen ein paar Bibelverse, wir wissen, wie man betet und vielleicht treffen wir uns sogar regelmäßig mit anderen Christen beim Gottesdienst, beim Hauskreis, in der Bibelstunde oder einfach nur so aus Spaß.

Aber all das macht dich noch nicht zu einer siegreichen Person. Es ist wichtig zu prüfen, ob wir auch tun, was wir wissen. Ich nehme kein Gramm ab, nur, weil ich weiß, was ich in meiner Ernährung falsch mache. Ich nehme kein Muskelgewebe zu, nur weil ich eine Karte fürs Fitness-Studio in meiner Tasche habe und weiß, was ich dort tun müsste, wenn ich denn hingehen würde.

Tu, was du hörst

Einen Christen macht aus, dass er tut, was er hört und nicht nur hört und zustimmt. Ich habe manchmal das Gefühl, ich könnte in Gemeinden, die mich zum Predigen einladen, dreimal genau das Gleiche predigen, manche Menschen würden immer noch zustimmend den Kopf nicken.

Wenn du in die Kirche gehst und der Pastor kündigt an, er würde an diesem Tag über Vergebung predigen, dann bist du vielleicht enttäuscht, weil du denkst: „Oh, das habe ich doch schon gehört!“ Aber frage dich einmal: Auf wie viele Menschen aus deinem Leben hast du noch Groll im Herzen?

Die Bibel sagt: „Allerdings genügt es nicht, seine Botschaft nur anzuhören; ihr müsst auch danach handeln. Alles andere ist Selbstbetrug!“ (Jakobus 1, 22 HfA).

Bist du Täter oder Zuschauer?

Ein Beispiel: Wenn wir uns anschauen, wie oft Gott uns etwas aufträgt zu tun oder wie oft er sagt, wir sollten etwas nicht tun, dann werden wir feststellen, dass wir oft sehr schnell darin sind, Ausreden zu finden, warum wir nicht tun, was wir tun sollten, aber tun, was wir nicht sollten.

Manchmal nehmen wir uns sogar vor zu tun, was wir gehört haben, aber dann ist der Gottesdienst vorbei, und der Alltag deckt unsere guten Vorsätze wunderbar zu. Nur zur Kirche zu gehen, macht dich ebenso wenig zu einem Christen, wie es dich zu einem Hamburger macht, wenn du in ein Burger-Restaurant gehst.

Vergebung

Die Vergebung der Schuld ist ein gutes Beispiel. Wir wissen alle, wie es funktioniert. Wir wissen alle, was es bewirkt, dass wir frei werden, wenn wir es tun, aber mal ganz ehrlich: Wie oft in unserem Alltag nutzen wir die Gelegenheit und bitten Gott wirklich um Vergebung?

Lieber laufen wir mit einem Rucksack voller falscher Entscheidungen, voller Verletzungen und voller Schuldgefühle herum, die wir dann noch versuchen zu unterdrücken. Es wäre viel einfacher zu tun, als nur zu hören.

Sei ein Täter des Wortes

Sei ein Täter des Wortes, nicht nur ein Zuhörer. Warum? Nur ein paar Verse weiter heißt es: „Er kann sich glücklich schätzen, denn Gott wird alles segnen, was er tut“ (Jakobus 1, 25).

Sei gesegnet!

„Glauben heißt hören, erkennen, vertrauen und tun“ (Rolf Höneisen).

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de

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