Mann

Stress?!

Waren deine Weihnachtstage auch stressig? Mit all dem Kochen, den Familienfeiern, den Geschenken, den Terminen und mehr? Manch einer ist so richtig ausgebrannt und bräuchte eigentlich erst einmal ein paar Tage frei nach den „besinnlichen Tagen“.

Vermeintliche Pflichten

Bei uns ist es fast schon eine Tradition geworden, dass wir am zweiten Weihnachtsfeiertag in die Therme gehen. Wir entfliehen damit den vermeintlichen Pflichten, die man an Weihnachten hat. Überhaupt finden wir, dass die Weihnachtstage nicht nur kalorienmäßig zu viel sind – Hektik und Stress, einkaufen und dekorieren, Geschenke verpacken und aufräumen, das alles beginnt ja schon lange vor dem Fest, da schalten wir eben bewusst ab.

Fast wie Urlaub

Gestern war es wieder so weit. Wir haben den Tag wirklich genossen. Wir haben im Wasser geplantscht und die Hitze der Sauna auf uns wirken lassen. Wir haben uns etwas gegönnt und sind sogar essen gegangen. Es war ein wundervoller, entspannter Tag, fast wie im Urlaub.

Was mir aufgefallen ist, ist, dass wir alles Mögliche tun, um zur Ruhe zu kommen und aufzutanken – was wirklich guttut. Wir nehmen und viel Zeit und lassen alles Mögliche mit uns machen. Manche gönnen sich eine Massage, manche genießen die „Schwingungen“ von Klangschalen, die zu einem Sauna-Aufguss gehören und innere Blockaden lösen sollen.

Wir kommen erholt und entspannt nach Hause und fühlen uns dann gerüstet für den nahenden Alltag. All das ist gut. Aber: Wann aber nehmen wir uns eigentlich wirklich Zeit für unsere Seele? Ein Beispiel: Wir waren gestern nicht die einzigen, die den Feiertag für einen Thermen-Gang nutzten, es war wirklich gut gefüllt.

40 Minuten

Also sollte man, wenn man einen Platz im Aufguss haben wollte, wirklich rechtzeitig dort sein. Bei einem waren wir 20 Minuten vor Beginn in der heißen Sauna, dann ging der Aufguss noch einmal 20 Minuten. 40 Minuten also „opferten“ wir, nur um ein wenig Duft zu gewedelt zu bekommen und den Schweiß aus den Poren zu lassen.

Wann habe ich das letzte Mal 40 Minuten „geopfert“, um in Ruhe Zeit mit Gott zu verbringen? Und ich meine nicht die Zeit morgens, die ich für die Andachten benötige. Ich habe ja gestern den Aufguss auch nicht selbst durchgeführt.

Bei Gott zur Ruhe kommen?!

Wann war ich das letzte Mal 40 Minuten ebenso still und habe meine Seele baumeln lassen, aber eben für Gott? Wobei das falsch formuliert ist, denn wenn ich still werde vor Gott, dann wird meine Seele dafür „belohnt“.

David, der als König und Musiker, als Vater und als Führer seines Heeres bestimmt ein stressiges Leben hatte, schreibt in einem seiner Lieder: „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, von ihm kommt mir Hilfe“ (Psalm 62, 2 EU).

Es würde uns guttun, wenn wir nicht nur Zeit im Fitness-Studio, in der Sauna, bei Atem-Übungen oder beim spannenden Roman nutzten, um zu entspannen und etwas für uns zu tun, sondern, wenn wir uns wirklich Zeit nehmen würden, um bei Gott zur Ruhe zu kommen, aufzutanken, seine Stimme zu hören, uns trösten zu lassen, …

Vorsatz für 2024

Und das ist eine meiner Vorsätze für das kommende Jahr – abschalten, ruhig sein, auf Gott konzentrieren und ihn an mir und in mir wirken lassen. Ihn zu bitten zu sprechen und dann in Ruhe zu versuchen, auf ihn zu hören. Seinen Geist seine Arbeit an mir und in mir tun lassen, damit ich Lasten loswerde und freier durchs Leben gehen kann.

Nimm dir doch auch (endlich) mal Zeit – Zeit für Gott!

Sei gesegnet!

„Wenn wir moderne Menschen Gott wieder in uns neu entdecken würden, dann wären wir immer ruhig, immer gelassen, immer geborgen“ (Joseph Kentenich).

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Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de