Sonnenaufgang

Intrigen

Kannst du dich noch an deine Zeit als Teenager erinnern? Ich weiß noch, wie bei uns in der Klasse die ersten Beziehungen und damit verbunden auch die ersten Dramen zwischen Jungen und Mädchen entstanden sind. Immer wieder haben wir versucht, Pärchen mit aller Macht zusammenzubekommen. Und wir haben miese Pläne geschmiedet, um Pärchen auch wieder auseinander zu bekommen. Die einfachste Methode war, Zweifel zu säen. Gut war es immer, den Partner oder die Partnerin in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Manchmal hat es sogar geklappt, dass sich der andere dann getrennt hat. Ja, Intrigen und Manipulationen haben damals wirklich viel bewegt.

Zweifel

Natürlich hatten die Beziehungen damals, als wir 12 oder 13 Jahre alt waren, wenig mit wirklicher Liebe zu tun, aber sie lehren eines: Wir Menschen sind anfällig dafür, uns in Zweifel treiben zu lassen. Wäre das nicht so, viele Filme und TV-Serien wären nicht annähernd so erfolgreich, wie sie sind und waren.

Der Widersacher Gottes kennt dieses Spiel und er nutzt es bewusst, um unseren Glauben zu schwächen, uns zum Zweifeln zu bringen und dafür zu sorgen, dass wir uns schleichend von unserer Beziehung zu Gott verabschieden.

Angriffsfeld

Ein großes Angriffsfeld ist, wenn Dinge passieren, die uns wehtun, die schrecklich sind oder unerklärlich traurig: ein Unglück, eine Katastrophe, eine Krankheit, ein Unfall. Schnell fängt es in uns an zu rumoren: „Was ist das für ein Gott, der so etwas zulässt? Das soll ein Gott der Liebe sein? Wenn Gott mich lieben würde, dann hätte er dieses Unglück, diesen Schmerz verhindert!“

Fakt ist leider, dass es Tragödien gibt auf dieser Welt und dass Gott diese nicht immer aufhält, sondern dass sie auch uns treffen können. Fakt ist aber ebenso, dass Gott gut ist und uns liebt. Jakobus fasst das in passende Worte, wenn er schreibt: „Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis“ (Jakobus 1, 17 HfA).

Der Mensch ist schuld

Gott ist gut, und er kann nicht anders. Er ist nicht heute mal so und morgen mal so. Gott ändert sich nicht. Es sind andere Mächte, die uns einreden wollten, Gott kann nicht gut sein, er könne uns nicht lieben, wenn auch uns Leid und Not treffen. Aber das ist eine Lüge.

An fast allem Leid in der Welt ist der Mensch und sein Ego schuld, an Kriegen, an Hungersnöten, an Unglücken und Unfällen.

Wenn Gott hier Dinge verhindern würde, würde er in unsere persönliche Freiheit, in unsere Entscheidungsfähigkeit eingreifen. Und ganz ehrlich muss ich zugeben, dass ich zudem nicht alles erklären kann, was um mich herum geschieht.

Freie Wahl

In 1. Korinther 13:12 schreibt Paulus, dass unser Glaube nur wie ein Blick durch einen trüben Spiegel ist. Wir sind Menschen, die in einer gefallenen Welt leben, auf der es das Böse gibt, auf der Menschen die freie Wahl haben, sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden.

Es stimmt aber auch, dass wir die freie Wahl haben, uns vom Widersacher Gottes manipulieren zu lassen oder nicht. Bei jedem Menschen kommen Zweifel auf. Die Frage ist aber: Gehe ich mit ihnen zu Gott oder lasse ich mich durch sie von Gott trennen?

Schaue ich auf all das, was Gott schon Gutes für mich getan hat, wo er mich gesegnet und beschenkt hat, bewahrt und getröstet – oder lasse ich es zu, dass der Widersacher einen Keil, eine Brandmauer zwischen mir und Gott errichtet?

Strudel von Zweifel

Glaube – und das ist manchmal hart – bedeutet leider, dass ich es akzeptieren muss, nicht alles zu verstehen, dass Fragen offen bleiben. Aber wir kennen den, der alles weiß und können unser Vertrauen auf ihn setzen – oder eben nicht. Lässt du dich in den Strudel von Zweifeln reißen oder baust du dein Vertrauen auf Gott, der versprochen hat, dich zu lieben und gut zu sein? Lässt du es zu, dass ein Riss in eurer Beziehung entsteht oder lässt du dich von Gott trösten und erlebst seine Intimität?

Sei gesegnet!

„Beim Glauben geht es darum, sich diesem Gott hinzugeben, der größer ist als meine Zweifel und größer als meine Fragen“ (Lynne Hybels).

 

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Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de