Ein Herz aus einem Lichterring

Durch innere Heilung äußere Veränderung

Ich werde immer wieder darauf angesprochen, warum es mir so wichtig ist, über innere Heilung und innere Veränderungen zu schreiben und zu predigen. Ich könnte jetzt etwas platt darauf antworten: Weil ich denke, dass das zum einen eines der wichtigsten Punkte im Leben eines Christen sein sollte, zum anderen aber erfahrungsgemäß oft zu kurz kommt. Sonst wären wir Christen doch hell strahlende Sterne in der Dunkelheit unserer Zeit. Sind wir aber leider oft nicht.

Ein Bild, warum die innere Heilung, die Veränderung von innen nach außen, die Verwandlung Stück für Stück, hin, Jesus ähnlicher zu werden, so wichtig ist, hat mir der von mir sehr geschätzte Prediger Max Lucado in seinem Buch „In the Eye of the Storm“ gegeben. 

Lucado erzählt,

er hätte in seiner Küche ein von ihm geliebtes, altes Radio stehen. Jedes Mal, wenn es auf Reisen geht, achtet er darauf, den Stecker des Geräts aus der Dose zu ziehen, damit es bei einer Überspannung o.ä. keinen Schaden nehmen würde. 

Irgendwann hatte er es vergessen und saß bereits im Auto, als er daran dachte. Also hetzte er noch einmal in die Küche und zog den Stecker. Unglücklicherweise hatte er sich vertan, sodass statt des Radios der Kühlschrank nun keinen Strom mehr hatte. 

Er wohnte zu dieser Zeit im 14. Stock eines Hauses in Rio. Es war Sommer und wahnsinnig heiß. Nachdem er also eine Woche lang unterwegs gewesen war, war das Eisfach aufgetaut, der Kühlschrank warm und alle Lebensmittel verdorben.

Seine Frau machte Lucado klar, dass er sich um den Gestank zu kümmern hätte, da es ja nun einmal sein Fehler gewesen sei. 

Also nahm er einen Eimer, füllte ihn mit Seifenwasser, griff den Schwamm und putzte den Kühlschrank von außen. Als er ihn außen schön sauber hatte und innen anfangen wollte, war ihm der Gestank, der ihm entgegenkam, so unangenehm, dass er die Tür gleich wieder zuschmiss.

Er musste das Problem anders angehen. Also holte er lauter Küchengeräte aus der Nachbarschaft, die ebenso vernachlässigt waren, wie sein Kühlschrank und stellte sie in seine Küche auf. Eine Selbsthilfegruppe würde seinem Kühlschrank wohl helfen. Aber der Gestank blieb. 

Langsam wurde er ratlos. Wenn also eine äußere Politur nichts brachte und auch keine soziale Interaktion, dann musste etwas Neues her. Der Kühlschrank brauchte einen Status. Er kaufte also einen Mercedes Aufkleber (ich hätte wohl einen mit einem Ferrari-Pferd verwendet) und klebte diesen gut sichtbar auf die Front.

Er malte dem Kühlschrank noch eine Gucci-Krawatte außen auf, klebte ihm einen Sticker „Rettet die Wahle“ auf und installierte ein Mobiltelefon. Jetzt war dies wohl der stylischste Kühlschrank der Welt. Er nahm noch teures Parfum und spitzte ein paar Spritzer von außen darauf. Perfekt.

Aber als er die Tür aufmachte, waren da immer noch die faulen Lebensmittel und der üble Gestank. Natürlich versuchte Lucado mit dieser humorvollen Geschichte auf etwas anderes hinzuweisen. Wir können uns äußerlich aufpolieren, einen Status erreichen, Machtpositionen ergreifen, alles mögliche tun das einzige, was stinkende, faulige Dinge in unserem Inneren beseitigt, ist, wenn man gründlich saubermacht.

Veränderungen

Viel zu oft denken wir, äußere Veränderungen würden uns glücklich machen. Aber der Gestank bleibt. Deswegen ist die innere Heilung, das Beseitigen von altem Müll, alten Verletzungen, alten Sünden so wichtig. 

Jesus sagt bei seiner Bergpredigt sehr deutlich: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ (Matthäus 5, 8 LUT).

Zeit für den Frühjahrsputz, würde ich sagen. 

Sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de