Ein furchtbarer Unfall

Ein Junge hatte den Traum, Baseball-Profi zu werden. Während seiner gesamten Schulzeit war er der begabteste Spieler seiner Liga, sodass regelmäßig Talent-Scouts seine Spiele besuchten. Doch dann geschah eines Tages ein furchtbarer Unfall.

Der Junge verlor beim Arbeiten auf der Farm den Zeigefinger und einen großen Teil des Mittelfingers seiner Wurfhand. Alle Träume platzte an diesem Tag. Es sah so aus, als könne er nie wieder Baseball spielen – Gib niemals auf!

Gib niemals auf!

Doch dieser junge Mann tat alles, nur nicht aufgeben. Irgendwann nahm er den Ball wieder in die Hand und begann ohne die beiden Finger zu werfen, obwohl gerade diese die wichtigsten beim Wurf eines Baseballs sind.

Niemand hätte auch nur im Traum geahnt, was passieren würde. Der junge Mann wurde Pitcher (Werfer) seines Teams, und es stellte sich heraus, dass das die beste Idee war, die sein Trainer haben konnte, denn Mordecai „Three Finger“ Brown wurde eines der größten Pitcher in der früheren Geschichte der Major League Baseball. 

Am Traum festhalten

Er gewann sechs Jahre in Folge mindestens 20 Spiele, führte viermal die Liga in Saves an und hatte 55 Shutouts. Mit den Chicago Cubs gewann er 1907 und 1908 die World Series und wurde schließlich, nachdem er mit 40 Jahren seine Karriere als aktiver Spieler beendet hatte, 1949 in die Baseball Hall of Fame aufgenommen.

Ich liebe diese Geschichte, denn sie zeigt mir zwei Dinge: Wenn Gott uns einen Traum auf unser Herz legt, dann macht er keine Fehler. Und auch, wenn die äußeren Umstände es so aussehen lassen, dass unser Traum geplatzt ist, so sollten wir an ihm festhalten.

„Was Gott sich vorgenommen hat, das tut er; seine Pläne sind gültig für alle Zeit“, so heißt es in Psalm 33, 11 (HfA). Oft sind wir es, die Ausflüchte suchen, aufgeben, das Negative sehen, mutlos sind.

Prioritäten setzen

Ich kenne eine ganze Reihe Menschen, die sich einst vorgenommen hatten, etwas in der Welt zu bewegen, aber dann kam ihnen immer irgendetwas dazwischen – es fehlte an Zeit, an Geld, an Mut, die äußeren Umstände waren nicht gut oder die Prioritäten wurden falsch gesetzt.

Und dann, nach einigen Jahren schauen diese Menschen zurück und erinnern sich verträumt an ihre vergangenen Leidenschaften, Ideen und Lebensvisionen.

Jeder von uns hat Probleme zu überwinden, doch, wenn ich immer nur auf die „Nachteile“ schaue, die ich habe, dann sorgt das eher dafür, dass ich auf der Stelle trete, als dass ich auch nur einen Schritt in meinem Leben vorankomme.

Gott schenkt uns Träume, Visionen und Leidenschaften nicht ohne Grund in unsere Herzen. Vielleicht sollten wir aufhören, immer anderen oder den Umständen die Schuld dafür zu geben, warum wir unsere Träume nicht leben.

Gute Pläne für dein Leben

Egal, ob du 16 Jahre alt bist oder 85. Solange du lebst, hat Gott gute Pläne für dein Leben. Er hat es versprochen, dass sie gültig sind für alle Zeiten. Es liegt an uns, ob wir den nächsten Schritt gehen oder auf der Stelle treten, und die Geschichte von Mordecai Brown (und viele andere Geschichten) machen Mut, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Es ist der Widersacher Gottes, der uns immer wieder einredet, wir würden nie etwas schaffen, nie etwas bewegen, nie Freude am Leben haben, nie unseren Traum verwirklichen. Er redet uns ein, dass unsere Umstände es nicht zulassen. Hör nicht auf ihn und gib niemals auf.
 
Wenn Gott einen Plan für dich hat, dann wird er dir auch helfen, ihn umzusetzen. Tu heute den ersten Schritt.
 
„Träume nicht dein Leben mit Jesus, sondern lebe deine Träume“ (Unbekannt).

Sei gesegnet!

Weitere Gedanken und einen Song zum Tag gibt es hier: – zum selbst Lesen oder Weiterleiten – https://juergens-gedanken.blogspot.com

Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de