Rüstung

Dein Kampfplatz

Wusstest du, dass wir uns jeden Tag in einem Kampf befinden? Ich meine nicht den Kampf, der beginnt, wenn morgens der Wecker klingelt und du dich aus dem Bett kämpfen musst. Wenn ich mir meinen Alltag anschaue, dann denke ich vielleicht, es sind äußere Faktoren, Kollegen, Menschen auf der Straße, die Familie oder die Arzt-Diagnose, mit denen ich zu kämpfen habe, aber in Wirklichkeit gibt es einen Kampf, der viel wichtiger ist, als der Kampf gegen äußere Widrigkeiten.

Es ist der Kampf, der in unserem Kopf stattfindet. Paulus schreibt: „Ich setze nicht die Waffen dieser Welt ein, sondern die Waffen Gottes. Sie sind mächtig genug, jede Festung zu zerstören, jedes menschliche Gedankengebäude niederzureißen“ (2. Korinther 10,4 HfA).

Wichtigkeit

Je länger wir im Glauben leben, je mehr Erfahrungen wir mit Gott machen, desto unwichtiger werden – zumindest theoretisch – äußere Kämpfe und desto wichtiger werden die Kämpfe, die in unseren Gedanken stattfinden. Warum?

Wir neigen oft dazu, dass Menschen, materielle Dinge, unsere Gesundheit, Religion oder „das System“ für unsere Probleme verantwortlich sind. Aber das ist eine Lüge. Ob ich mein Leben genießen kann oder nicht, hängt von anderen Faktoren, als von äußeren Begebenheiten ab. Es gibt arme Menschen, die glücklich und arme Menschen, die unglücklich sind. Ebenso gesunde und kranke, freie und angegriffene.

Lügen und Täuschungen

Wenn wir unsere Gedanken nicht erneuern, unseren Verstand, dann laufen wir Gefahr, weiterhin auf die Lügen des Feindes hereinzufallen. Was geschieht, ist, dass wir Entscheidungen aufgrund von diesen Lügen und Täuschungen heraus fällen.

Wenn ich davon überzeugt bin, dass mich mehr Geld glücklicher macht, arbeite ich eben länger und härter oder fange mit kleinen Betrügereien bei der Steuererklärung an.

Jeden Tag wird unser Versand mit unendlich vielen Reizen – guten wie schädlichen – regelrecht bombardiert. Du musst so oder so sein, dies oder das besitzen, du musst ein gewisses Aussehen haben oder diesen oder jenen Erfolg vorweisen. Nur dann wirst du glücklich sein.

Die Festung im Kopf ist unser Kampfplatz

Schnell setzen sich Festungen in unserem Kopf fest: Ich kann keine glückliche Ehe führen, weil … Ich bin halt ein Versager. Das Glück, das bekommen nur andere. Nur, wenn ich mich verbiege, werde ich anerkannt.

Unser Kopf wird mit Ängsten, Sorgen, Verdächtigungen, Zweifeln bombardiert, und wir fangen schnell an, diese Dinge zu glauben. Jede dieser Dinge kann uns ebenso zum Scheitern und Fallen bringen, wie das Festhalten an Gottes Zusagen und seiner Liebe und zum Sieg führen kann.

Kampf gegen das Lügengebäude

Ich hatte viele Festungen im Hirn, angefangen damit, dass ich als Kind der Gosse eh keine Chancen in diesem Leben hätte, bis hin, dass ich als Sohn von gescheiterten Alkoholikern nie eine glückliche Familie haben würde. Es war wichtig und befreiend, dass diese Lügengebäude eingerissen wurden.

Was hast du für Festungen, die sich bei dir im Verstand festgesetzt haben? Wenn Zweifel in dir hochkommen oder Ängste, Lügen oder Minderwertigkeitsgefühle, dann schau in einen Spiegel und sprich dir selbst zu: „Ich bin kein Verlierer! Ich bin ein Sieger, denn Gott ist an meiner Seite!“

Es herrscht ein regelrechtes Schlachtfeld in unserem Kopf. Die miesen Gedanken versuchen immer wieder, uns anzugreifen und kleinzumachen. Denke immer daran, dass Gott an deiner Seite kämpft. Er hat alles gegeben, und er steht dir bei. Du bist unendlich wertvoll, geliebt und ein Königskind!

Sei gesegnet!

„Unser Charakter von morgen ist das Ergebnis unserer Gedanken von heute“ (Randy Alcorn).

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