beschriebener Zettel

Dankbarkeit

Der englische Philosoph Francis Bacon hat einmal gesagt: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Stimmt das wirklich? Wenn ich so richtig darüber nachdenke, dann kenne ich ziemlich viele Menschen, die oft klagen, aber keinen, der dankbar ist und unglücklich. Das hat mit Sicherheit mit ihrer Blickrichtung im Leben zu tun.

Es gibt jeden Tag Dinge, über die ich mich aufregen und beschweren kann. Aber sie bedeuten, dass ich meinen Blick nach unten richte, auf das, was nicht gut läuft. Es gibt aber auch den Tag Dinge, für die ich dankbar sein kann.

Wenn ich auf sie schaue, dann richte ich damit auch mein Herz auf diese Dinge. Und das bedeutet, dass die positiven Dinge mein Fühlen und mein Denken und damit auch mein Handeln bestimmen. Aber wie kann ich das erreichen, mich nicht von negativen Dingen herunterziehen zu lassen, sondern ein dankbarer Mensch zu werden?

Entscheide dich für Dankbarkeit

Alles beginnt, wie so vieles im Leben, mit meiner Entscheidung. Ich persönlich bin es satt, mich zu erwischen, wie ich mit einem griesgrämigen Gesicht durch den Tag gehe, weil ich ständig Dinge entdecke, über die es sich zu klagen lohnt. Deswegen entscheide ich mich bewusst, auf das zu schauen, was mich zu einem dankbaren Menschen macht.

In Kolosser 4, 2 können wir lesen: „Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen und vergesst dabei nicht, Gott zu danken!“ Wenn ich mir im Gebet Zeit nehme, meinen Tag zu reflektieren und auf das zu schauen, wofür ich dankbar sein kann, dann wird sich mein Fokus automatisch verändern.

Ich merke, wie es mir guttut, schon allein, weil ich sehe, wie sehr Gott mich segnet – und das selbst in rauen Zeiten. Manchmal reicht es, wenn ich etwas sehe, das mein Herz erfreut, eine schöne Blume, ein Blick auf eine faszinierende Landschaft, ein machendes Kind, dann kann ich einfach einen kurzen Moment innehalten, einmal durchatmen und Gott für seine großartige Schöpfung danken.

Schreibe es auf

Eine andere Möglichkeit ist es, Dinge aufzuschreiben, die am Tag gut gelaufen sind, denn wir vergessen so leicht. Du bist spät dran und betest für einen Parkplatz. Und als du am Ziel angekommen bist, findest du genau einen Platz am richtigen Ort vor – schreib es auf! Du betest, dass dein Sohn die Klassenarbeit gut übersteht. Er kommt glücklich nach Hause? Schreib es auf!

Du wirst schnell entdecken, dass es unzählige Momente gibt, wo Gott dich im Kleinen segnet! Er segnet dich aber auch in größeren Dingen. Wenn bei mir der Krisenmodus vor der Tür steht, dann lasse ich mich nicht von ihm einschüchtern, sondern ich schaue darauf, wie Gott mich in der Vergangenheit immer wieder durch Täler und Wüstenzeiten hindurchgeführt hat.

Die Dankbarkeit dafür gibt mir Mut und Kraft, auch diese Krise zu überstehen und zu wissen: Das Tal ist nicht das Ende.

Schau auf Jesus

Und schließlich schau auf das, was Jesus für dich getan hat. Es gibt Zeiten, da haben wir das Gefühl, Gott würde nicht mehr an uns denken. Das sind Momente, in denen das Klagen leicht und das Danken schwer sind. Wenn du dann darauf schaust, was Jesus für dich getan hat – er hat dich durch sein Opfer am Kreuz von der Macht des Bösen befreit und dich zu einem Kind Gottes gemacht – dann wird sich dein Bewusstsein automatisch verändern.

Denn jemand, der dich so lieb hat, dass er solch ein Opfer für dich bringt, der wird dich auch in schweren Zeiten nicht vergessen.

Der Schreiber des Kolosserbriefes hat recht: Vergiss nicht, Gott zu danken. Sei dankbar für das Brot in deiner Vorratskammer, den Groschen in deinem Portemonnaie, den Sonnenstrahl, der dich am Morgen weckt, den Atemzug, den du frei tun kannst, Freunde, die an deiner Seite stehen, den nächsten Schritt, der sich dir eröffnet.

Beginne deinen Tag neben der Tasse Kaffee mit einem „Danke“ und beende ihn mit einem „Danke“ – es wird dir und deiner Beziehung zu Gott guttun!

Sei gesegnet!

„Dankbarkeit bringt Farbe in das Grau des Alltags“ (Peter Hahne).

Jürgen Ferrary für GottinBerlin

Möchtest du meine Andacht jeden Morgen auf dein Handy bekommen? Dann abonniere gern meinen Kanal: https://t.me/juergensgedanken