Futterkrippe

Jesus Liebe gilt für jeden

Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum das erste Bett von Jesus eine Futterkrippe war? Gut, wir wissen alle, dass es keinen Platz in der Herberge gab. Das haben wir in unzähligen Krippenspielen gesehen. Lange Zeit war für mich die Antwort, dass Jesus ganz nach unten in die Armut kam, um zu zeigen, dass es niemanden gibt, dem seine Liebe nicht gilt, genug. Jesus wird arm, um den Armen zu zeigen, dass Gott auch sie im Blick hat.

Jesus erniedrigt sich

Diese Sicht ist sicherlich auch nicht verkehrt. Ganz egal, wie dein Stand in diesem Leben ist, ganz egal, was du verdienst, welches Ansehen du genießt oder was für einen Schulabschluss du hast, Jesus erniedrigt sich so sehr, dass er dir ein Bruder wird, dass er dir auf Augenhöhe begegnet.

Ich glaube aber, dass es noch einen zweiten Grund gibt. Gott hätte damals mit dem Finger schnipsen können, und es wäre Platz in der Herberge gewesen, ein guter Mensch hätte Maria eingeladen oder er hätte eine andere Lösung gefunden.

Als Jesus kurz vor seiner Kreuzigung nach Jerusalem reist, schickt er Jünger vor, damit sie einen Raum für sein letztes Passah-Mahl organisieren sollten. Dort war alles für Jesus vorbereitet. Es ist also mitnichten so, dass Gott keine andere Möglichkeit gehabt hätte.

Lebenssinn und Lebensglück

Gott könnte auch mit dem Finger schnipsen und unsere Lebenssituation würde sich radikal ändern, Sorgen würden verschwinden, das Konto wäre plötzlich gefüllt, sodass am Ende des Geldes nicht mehr so viel Monat übrig bleiben würde. Ja, ich bin mir sicher, Gott kann auch denen, die derzeit eine Wohnung suchen, eine Unterkunft besorgen, die besser ist, als ein Stall mit Ochs und Esel.

Seinem eigenen Sohn hat er es zugemutet, dort in der Armut und im Schmutz zur Welt zu kommen. Vielleicht schmälert das den Druck nicht, wenn du Veränderungen in deinem Leben herbeisehnst, aber es zeigt eines: Deine Bestimmung und deine Berufung, dein Lebenssinn und dein Lebensglück hängen nicht von äußeren Umständen ab.

Ich hatte diese Diskussion schon oft mit meinem Sohn, der altersbedingt von einer fetten Villa und einem ebenso dicken Auto träumt. Wenn du nicht glücklich bist mit dem, was du hast, dann wirst du auch nicht glücklich sein, wenn Gott dir mehr schenkt!

Berufung hat nichts mit Stand oder Geld zu tun

Jesus ist das beste Beispiel, dass Berufung nichts mit Stand oder Geld zu tun hat. Heute würde man sagen, Jesus kam aus der Gosse – aber er wusste sich berufen von Gott! Deswegen öffneten sich die Türen für ihn nicht von alleine und die roten Teppiche wurden nicht schneller ausgerollt, als man gucken kann.

Jesus lebte das ganz normale Leben eines Kindes damals in Israel, auch das eines normalen Teenagers und das eines normalen Erwachsenen. Aber er lebte seine Berufung. Er nahm sich immer wieder Zeit, mit seinem Vater im Himmel zu sprechen und sich zu besprechen.

Achtung, Gefahr liegt in der Luft

Er fragte immer wieder nach dem nächsten Schritt, nach dem Willen von Gott. Auch, wenn sein Leben endete, wie es sich keiner von uns wünscht (aber auch das war seine Bestimmung und Berufung), wage ich die These zu sagen: Jesus lebte ein Leben, das erfüllter war, als das Leben der meisten von uns.

Und das, weil er eine Nähe zu Gott hatte, wie die meisten von uns sie nicht haben. Ob du dein Leben genießen kannst oder nicht hängt nicht davon ab, ob du aus der Gosse kommst oder schon als Kind schwimmen im Geld gelernt hast.

Es hängt davon ab, ob du dich nach deiner Bestimmung und Berufung ausstreckst, sie annimmst und sie lebst. Nimm dein Leben in die Hand, ganz gleich, wie deine Umstände sind und halte es Gott hin. Bitte ihn, dass er dir zeigt, was dein nächster Schritt und was dein Ziel ist.

Aber Achtung, Gefahr liegt in der Luft: Es könnte sein, nein, es wird so sein, dass Gott antworten. Wie wirst du dann reagieren? Wirst du tun, was er sagt? Das Baby in der Krippe tat es zumindest.

Sei gesegnet!

„Göttliche Liebe ist nicht weich wie eine Weihnachtsschnulze, sondern hart wie eine Krippe und ein Kreuz aus Holz“ (Arno Backhaus).

 

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Jürgen Ferrary für GottinBerlin.de